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Protokoll zur 60-jährigen Vereinsfeier der Schachgemeinschaft Runkel 1947 e. V.
Protokollant: Hans-Joachim Gütter 1. Vorsitzender, Schriftführer, Presswart, 1. Jugendleiter und Webmaster Schachgemeinschaft Runkel 1947 e. V.
Runkel, den 06.10.2007
Am Freitag, den 05.10.2007, fand ab 19:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus die Feier zum 60-jährigen Vereinsjubiläum statt.
In seiner Begrüßungsrede startete der Vorsitzende der Schachgemeinschaft Runkel 1947 e. V., Hans-Joachim Gütter, eine kleine Exkursion in die jüngere Zeit der Vereinsgeschichte.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Ehrengäste, liebe Schachfreunde!
Im Namen der Schachgemeinschaft Runkel begrüße ich Sie alle auf das herzlichste und freue mich, Sie heute Abend willkommen heißen zu dürfen! Ich möchte Ihnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, dass Sie sich heute Abend die Zeit genommen haben, um in einer gemeinsamen Feierstunde den 60. Gründungstag der Schachgemeinschaft mit Ihrer Anwesenheit zu beehren!
Als ich 1987 der Schachgemeinschaft als aktives Mitglied beitrat, ahnte ich noch nicht im Entferntesten, dass ich einmal den Vereinsvorsitz übernehmen und damit die Interessen des Vereins in der Öffentlichkeit vertreten würde. Noch weniger ahnte ich, dass mir heute die große Ehre zuteil wird, unsere drei noch lebenden Gründungs- und Ehrenmitglieder für ihre Jahrzehntelange Vereinstreue auszeichnen zu dürfen!
Ich hatte das unbeschreiblich große Glück, die meisten der damaligen Gründungsmitglieder noch persönlich kennen und schätzen lernen zu dürfen. Es war mir stets ein Hochgenuss, ihren Erzählungen und Anekdoten aus früheren Zeiten lauschen zu dürfen, die ich wissbegierig wie ein Schwamm in mich aufsog. Sie waren und sind die Eckpfeiler, der Grundstock der Schachgemeinschaft! Sie zogen mich mit ihrer lockeren, liebenswürdigen und familiären Art regelrecht und unwiderstehlich in ihren Bann und ließen mich nicht mehr los. So war es für mich nach dem Tod unseres sehr geschätzten Vereinsmitglieds und Archivars, Lothar Kroneck, der die Vereinschronik der Schachgemeinschaft exzellent aufarbeitete und gewissenhaft in allen Einzelheiten in Wort und Bild dokumentierte, keine Frage, dessen Part nach bestem Wissen und Gewissen weiterzuführen! Dies bedeutet zwar sehr viel zeitintensiven Arbeitsaufwand, aber der Verein und die Weiterführung der Vereinchronik liegen mir dermaßen am Herzen, dass ich diese Argumente einfach einmal außen vor lasse, und es ohne Wenn und Aber anpacke!
Innerhalb der vergangenen 60 Jahre durchlebte der Verein viele Höhen und Tiefen. Es gab so manches „Schachgebot“, aber es war nie ein „Schachmatt“ dabei!
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit zu meiner kleinen vereinsgeschichtlichen Exkursion! Diese Homage an die Gründungsmitglieder vermittelt vielleicht einen gewissen Eindruck, wie sehr mir das Wohlergehen der Schachgemeinschaft nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft am Herzen liegt!
Begrüßungsprotokoll
Den Landrat des Landkreises Limburg/Weilburg, Herrn Manfred Michel
Den Bürgermeister der Stadt Runkel und Schirmherrn unserer Veranstaltung, Herrn Friedhelm Bender
Den Vertreter der Kreissparkasse Runkel, Herrn Wagner
Aus den Kategorien Fachverbände und Vereine des Bezirks heißen wir willkommen:
An dieser Stelle war eigentlich geplant, Herr Ballò, den 1. Vorsitzenden des Hessischen Schachverbandes zu begrüßen. Aber terminliche Schwierigkeiten gestatten ihm leider nicht, an unserer Feier teilzunehmen. Telefonisch trug er mir auf, der Schachgemeinschaft, den Gründungs- und Ehrenmitgliedern seine herzlichen Glückwünsche zum Vereinsjubiläum zu übermitteln, und wünschte allen Teilnehmern einen schönen, harmonischen Abend. Er sicherte mir zu, als Auszeichnung des HSV Urkunden, als auch Anstecknadeln in Bronze für die Gründungsmitglieder per Express rechtzeitig an meine Adresse zu senden,
Herrn Volker Hirschberger, den Vorsitzenden des Schachbezirks 9 Lahn
Frau Heike und Udo Breuer, vom SC-Lindenholzhausen
Herrn Andreas Klapper vom SC-Niederbrechen
Die Herren Gerhard Kempf und Günter Müller vom SC-Bad Marienberg
Die Herren Manfred Mickein und Norbert Henge vom SC-Lahn Limburg
Als Vertreter des Runkeler Turnvereins war Herr ………. zugegen.
Der Hausherr der evangelischen Kirchengemeinde: Herrn Pfarrer Adams
Unsere Gründungs- und Ehrenmitglieder:
Herr Otto Pätzold Herr Gerhard Demel Herr Fritz Gebhardt
Des Weiteren freue ich mich, auch die Ehrenmitglieder:
Kurt Lichtenberg
Nikolaus Schell
Heinz Lamz
Hans-Brandes
Heinrich Roßbach
Heinz Schäfer
Kurt Schmidt
Heinrich Wirbelauer
,sowie alle Mitglieder der Schachgemeinschaft begrüßen zu dürfen!
Bei Ihnen allen bedanke ich mich auf das herzlichste, dass Sie heute Abend gekommen sind, um unserem Verein Ihre Glückwünsche und Sympathiebekundungen durch Ihre Anwesenheit zu überbringen!
Bitte begrüßen Sie weiter mit mir den Referent zum Rückblick der Vereinsgeschichte
Dr. Klaus Schmidt
Zu guter letzt, heißen wir den Referenten zum Festvortrag:
Herrn, Olaf Schmidt herzlich willkommen.
Das Thema seines Vortrages ist: „Das Bild des Schachspielers in der Öffentlichkeit.“
Ich wünsche Ihnen nun viel Vergnügen und einige schöne, unbeschwerte Stunden im Kreise der Schachgemeinschaft, an die Sie sich hoffentlich immer gerne erinnern werden!
Grußworte der Ehrengäste
Und nun, meine sehr verehrten Damen und Herren, möchte ich den anwesenden Ehrengästen die Gelegenheit geben, ihre Grußworte in der Reihenfolge der Begrüßung zu Beginn der Veranstaltung, an die Schachgemeinschaft zu entrichten!
Grußworte des Landrates, Herrn Manfred Michel (CDU)
In seiner Rede betonte Herr Michel, daß gerade kleine Vereine wie die Schachgemeinschaft, die heute 37 Mitglieder zählt und ihre Punktspiele in der Bezirksklasse austrägt, es schwer haben. Aber gerade kleinere Vereine, so Michel, hätten Anerkennung für ihre tollen Leistungen verdient. Die Bilderausstellung im Gemeindehaus, die sämtlich aus den Alben des verstorbenen Schachfreundes Kroneck stammen, und von Herrn Dr. Schmidt in einer Diaschau präsentiert wurden, zeigten eindrucksvoll, was in 60 Jahren bewegter Vereinsgeschichte alles auf die Beine gestellt wurde. Das Schachspiel, so Michel weiter, sei als unblutiges Kriegsspiel aber schon vor viel längerer Zeit entstanden, und hat seinen Ursprung um das Jahr 500 nach Christus im Indischen Raum. Ohne Frage ist das Schachspiel sehr gut geeignet, um jungen Menschen Geduld, Konzentration und Selbstdisziplin zu vermitteln, um diese spielerisch erworbenen Fähigkeiten auch im späteren Leben zu verwirklichen! Im Abschluß seiner Rede, wünschte Michel der Schachgemeinschaft alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!
Grußworte des Bürgermeisters und Schirmherrn, Herrn Friedhelm Bender (SPD)
In seiner Ansprach betonte Schirmherr, Friedhelm Bender, daß er gerne gekommen sei. Auch er ist der Ansicht, daß nicht nur große Vereine für eine Ortsgemeinschaft wichtig sind. Schach sein ein fairer Sport, ohne Fouls und Bestechungen, sondern ein Kampf; Mann gegen Mann, bei dem am Ende derjenige den Sieg davonträgt, der die bessere Strategie, Kombinationsgabe und positionelle Stärke umsetzen kann. Er selbst, so Bender, habe sich nie berufen gefühlt, das sehr schwierige Schachspiel zu erlernen, um es in einem Verein aktiv auszuüben. Er habe sich in seiner sportlich aktiven Zeit dem Fußball und dem Tischtennis gewidmet, die ja ebenfalls Ausdauer und Kombinationsgabe voraussetzen, halt eben nur auf einer anderen Ebene. Weiter führte er aus, daß er in seiner erst kurzen Amtszeit zum zweiten Mal bei der Schachgemeinschaft zu Gast sein durfte. Erst kürzlich - anläßlich des 37. Wanderpokalturniers - bei dem ich zusammen mit dem 2. Vorsitzenden, Dr. Klaus Schmidt, die Ehrungen der Sieger vornehmen durfte, hatte ich Gelegenheit, mir den Spielbetrieb in der Stadthalle anzusehen. Dabei ist mir sehr positiv aufgefallen, daß viele Jugendliche mit von der Partie waren. Das fand ich doch als eine sehr erstaunliche und äußerst bemerkenswerte Tatsache! Zum Abschluß seiner Rede machte er noch einmal deutlich, stets ein offenes Ohr für alle Runkeler Vereine zu haben und wenn es im Rahmen seiner Möglichkeiten steht, immer gerne mit Rat und Tat behilflich zu sein! Er wünschte der Schachgemeinschaft für die Zukunft viel Erfolg und weiterhin gute und konstruktive Vereinsarbeit!
Grußworte des Vorsitzenden des Bezirks 9, Lahn, Herr Volker Hirschberger
Neben seinen Grußworten und Glückwünschen für 60-jährige Vereinsarbeit, merkte Hirschberger aber kritisch an, daß früher mehr Leben in den Vereinen gewesen sei. Dies wäre zwar manchmal unbequemer gewesen und hätte so manchen Ärger mit sich gebracht, aber ihm persönlich war dies lieber, zeigte es doch, dass in den Vereinen noch reges Leben herrschte, wo Diskussionen und Streitfälle an der Tagesordnung waren. Er konnte sich nicht erinnern, wann zuletzt der Turnierausschuss einberufen wurde, um einen Streitfall am grünen Tisch zu klären. Gerade jüngere Leute zu mobilisieren sei heute sehr schwer, weil diese einen sehr vollen Terminkalender haben und dadurch eigentlich gar keine Zeit hätten Schach zu spielen, die man für diesen Sport aber unbedingt braucht. Die Schachgemeinschaft nannte er einen pflegeleichten Verein, der dem Verband nie Ärger bereitet habe. Eine Anekdote war ihm im Gedächtnis geblieben, die er schmunzeld zum Besten gab. “So trat ein Spieler empört aus der Schachgemeinschaft aus, weil der Mitgliederbeitrag von 2,- auf 3,- DM erhöht wurde. Dieser Betrag war nicht etwa der monatliche Beitrag gewesen, sondern es handelte sich um den Jahresbeitrag!”
Grußworte des Hausherrn, Herrn Pfarrer Adams
Bevor der Verein 1947 ins Leben gerufen wurde, hatten viele Menschen in Deutschland an alles andere gedacht, nur nicht ans Schachspiel, sagte Pfarrer Carsten Adams. Es sei die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen, als die Familien zuerst sehen mussten, daß sie ihre Kinder satt bekamen. Da blieb für das Schachspiel erst einmal keine Zeit. Wer einer geregelten Arbeit nachgehen konnte, der durfte sich glücklich schätzen, denn das bedeutete in der Regel Brot für die damals noch übliche Großfamilie!
Ehrung der Ehrenmitglieder
Kurt Lichtenberg (anwesend)
Nikolaus Schell (anwesend)
Heinz Lamz (nicht anwesend)
Hans Brandes (nicht anwesend)
Heinrich Roßbach (nicht anwesend)
Heinz Schäfer (nicht anwesend)
Kurt Schmidt (nicht anwesend)
Heinrich Wirbelauer (nicht anwesend)
Ehrung der noch lebenden Gründungsmitglieder
Otto Pätzold
Gerhard Demel
Fritz Gebhardt
Rückblick auf die Vereinsgeschichte, präsentiert von Dr. Klaus Schmidt, unterstützt durch seinen Bruder, Olaf Schmidt.
Festvortrag, referiert von Olaf Schmidt zum Thema: „Das Bild des Schachspielers in der Öffentlichkeit“
Einladung zu einem kleinen Imbiss, verbunden mit der Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung alter Schachutensilien, Schriften, Bilder und dergleichen im kleinen Saal
Dankesworte und Verabschiedung der Gäste
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