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Historie Teil 8

1965

 

 

Frauen der Staffeler Steingutfabrik bei der Arbeit.

 

 

Westerwald - Landschaft der Keramik

Der in den Tongruben des Westerwaldes gewonnene Ton, das “weiße Gold”, wird nur in geringen Mengen auch hier verarbeitet, während der größte Teil in andere Teile Deutschlands verkauft oder ins Ausland exportiert wird. So enthalten viele Keramikprodukte aus Italien Westerwälder Ton.
Bekannt ist vor allem das Westerwälder Steinzeug, das leicht an seinen kobaltblau oder manganviolett bemalten grauen Scherben zu erkennen ist. Die in kleinen bis mittleren handwerklichen Betrieben, den sogenannten Eulereien, auf der Töpferscheibe gefertigten Keramiken bestimmten noch vor wenigen Jahrzehnten den Charakter ganzer Ortschaften. Heute hat sich die Fertigung natürlich gewandelt, die Tradition wird aber noch durch Kunsttöpfereien aufrechterhalten. Bei der Gefäß- und Zierkeramik müssen aber nach wie vor viele Dekors per Handarbeit aufgetragen werden.
Gebrannt wird überwiegend in bis zu etwa 100 Meter langen gas- bzw. ölgefeuerten Tunnelöfen, durch die die Ware auf Wagen - je nach Brenndauer - unterschiedlich lange hindurchgefahren wird. Die Brenntemperaturen liegen auch heute noch entsprechend der Zusammensetzung des Tons und der Ansprüche an die Ware zwischen 800 und 1000 Grad.

 

 

Industrie aus dem Osten

Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges brachten viele Flüchtlinge und Heimat-vertriebene auch in die Kreise Limburg und Oberlahn. Unter ihnen waren zahlreiche Unternehmer und Arbeiter der ehemaligen Haida-Steinschönauer Glasindustrie im Sudetenland. Einer dieser Unternehmer errichtete in Limburg eine Glashütte, die bereits 1947 die ersten Rohgläser herstellte. Glasraffinerien und Glasinstrumentenbetriebe schossen überall aus dem Boden. Bereits 1949 entstand in Hadamar eine Staatliche Glasfachschule zur Heranbildung des Nachwuchses. Eine zweite Glashütte wurde 1954 in Löhnberg gegründet.
Geschäftiges Treiben herrscht in der riesigen Fabrikhalle. In dem Hafenofen wird das Glas geschmolzen, dessen Hauptbestandteile - Quarzsand, Soda, Kalk, Feldspat, Bauxit und Pottasche - meist aus dem Rheinland geliefert werden. Mit einem Langeisenrohr wird ein glühender Glasball aus dem Ofen genommen und auf einer Eisenpalette bearbeitet. In der Nähe steht eine riesige Glaswanne mit geschmolzener Glasmasse, womit die Glasmacher Gegenstände für Chemie und Technik herstellen. Selbst hartgesottene Arbeiter halten es bei Temperaturen um 1500 Grad in der Glaswanne nicht lange in deren Nähe aus.
Die fertigen Gläser werden in einem Kühlbad zum Erkalten gebracht und auf einer Schleifscheibe oder auf Schleifbändern geschliffen.

Der Glasmacher Alfred Wunsch von der
Limburger Glashütte (rechts) schneidet
von einem Langeisenrohr ein Produkt
ab, ihm assistiert ein spanischer Arbeitnehmer.

 

 

 

Weltchronik 1965

  • NATO-Manöver finden ohne französische Beteiligung statt, nachdem de Gaulle den Austritt Frankreichs aus der NATO bekanntgegeben hat.
  • Großbritannien schafft die Todesstrafe ab.
  • Beginn des Luftkrieges der USA gegen Nordvietnam.
  • Störmanöver der UdSSR und der DDR während der Sitzungen des Bundestages in Berlin.
  • In den USA wird ein Gesetz zur Aufhebung von Verweigerungen des Wahlrechts an Farbige verabschiedet.
  • In Kap Kennedy wird der erste kommerzielle Nachrichtensatellit “Early Bird” gestartet.
  • Mao Tse-tung initiiert in China die Kulturrevolution: Angriffe gegen Literaten und Wissenschaftler, Säuberungen in Partei, Armee und Wirtschaft.
  • Der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow schwebt als erster Mensch im Weltraum.
  • Der Mont-Blanc-Straßentunnel (11,6 Kilometer) wird für den Verkehr freigegeben.
  • Uraufführung von Peter Weiss’ “Die Ermittlung”.
  • UNICEF erhält den Friedensnobelpreis.
  • Papst Paul VI. richtet vor der UNO in New York einen Friedensappell an die Welt.
  • + Winston Churchill, englischer Staatsmann, verstirbt.
  • + Albert Schweitzer, Arzt und Theologe, verstirbt.
  • + Somerset Maugham, englischer Schriftsteller, verstirbt.

 

 

 

 

 

1966

 

Katastrophe bei Niederbrechen:
33 Tote bei Busunglück

Eine Katastrophe bei Niederbrechen schockte die Menschen am 25. Juli 1966: Ein Brüsseler Omnibus, der mit 43 Personen besetzt war, hatte frühmorgens auf der Heimfahrt von Österreich die Autobahnbrücke durchbrochen und war zwölf Meter tief auf die Kreisstraße Werschau - Niederbrechen gestürzt. Den ersten Helfern - Einwohner der benachbarten Dörfer, die auf dem Weg zur Arbeit waren - bot sich ein Bild des Grauens.
Mit Eisensägen arbeiteten sich die kurz darauf eintreffenden Helfer (Polizei, Feuerwehr und Sanitäter) durch das Gewirr aus Stahl und Blech. Verstümmelte Leiber, verrenkte Gestalten, alles blutverschmiert: Das bot sich ihren Augen. Erst als ein Kranwagen eintraf, der den auf dem Dach liegenden Bus hob, konnten die eingeschlossenen Menschen befreit und die Verletzten in die Krankenhäuser nach Limburg, Weilburg, Hadamar und Diez transportiert werden.
Pfarrer Bernhard und seine Amtsbrüder gaben den Sterbenden die letzte Ölung und spendeten ihnen Trost. Zehn Ärzte aus den umliegenden Orten leisteten Erste Hilfe. 17 Insassen, meistens Kinder, war nicht mehr zu helfen, weitere Kinder starben auf dem Transport ins Krankenhaus. 33 Menschen fanden insgesamt den Tod, darunter der Fahrer des Omnibusses und die erwachsenen Begleitpersonen. In Limburg fand eine Totenfeier statt.
Über zwei Dutzend Helfer bei der Rettungsaktion erhielten Orden des belgischen Königs.

 

 

Die Lahn hat als Wasserstraße im Raum Limburg und weiter flußaufwärts keine wesentliche Bedeutung mehr. Selten passieren Lastkähne die Schleuse und den Hafen. Dagegen herrscht während der warmen Jahreszeit lebhafter Betrieb, nimmt doch die zahl der Motorboote aller Größen, aber auch die der Paddler, zu.
Ein Motorboot des Wasser- und Schiffahrtsamtes bringt einen Lastkahn lahnabwärts. Das Bild zeigt die beiden Wasserfahrzeuge in der Limburger Schleuse.

 

 

 

Weltchronik 1966

  • Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen weis ein Aufnahmegesuch der DDR ab.
  • Die Regierung Erhard tritt zurück. Der neue Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) bildet eine große Koalition von CDU/CSU und SPD (siehe Bild: Erhard und Kiesinger).
  • Frankreich zieht seine Truppen aus der NATO zurück.
  • Bei der VIII. Fußball-Weltmeisterschaft in England siegt das Gastgeberland. Deutschland wird Vizeweltmeister (siehe Bild).
  • + Felix Graf Luckner, deutscher Seefahrer und Schriftsteller, verstirbt.
  • + Walt Disney, amerikanischer Trickfilmschöpfer, verstirbt.

 

 

 

 

1967

 

 

Diese historische Feuerspritze wurde beim Umzug aus Anlaß des 100jährigen
Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Limburg mitgeführt. Den beiden Blau-
röcken in den Uniformen von einst bereitete es sichtlich große Freude.

 

 

Elzer Spitze auf zwei Rädern

Fehlende bzw. geeignete Sportanlagen brachten den Rollschuhläufer Kurt Hunsänger eim Radverein 1912 Elz zum Kunstradsport. Von seinem Vater betreut und gefördert, begann ein intensives Training, das schon bald erste Früchte trug. Nach guten Platzierungen bei Hessischen und Deutschen Meisterschaften des Nachwuchses, gelang ihm der erste große Wurf. Am 21. Oktober 1967 gewann Junsänger den Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einer-Kunstradfahren.
Seine Heimatgemeinde stand kopf und bereitete ihm einen begeisterten Empfang. Hunsängers Karriere ging weiter stei nach oben, und Berufungen in die Nationalmannschaft folgten. Genau zehn Jahres nach der Jugendmeisterschaft erklomm der den Gipfel und wurde Weltmeister in der gleichen Disziplin.
Der Elzer Radverein erhielt durch die Erfolge Hunsängers neuen Auftrieb, denn die Elzer Jugend versuchte, ihrem berühmten Gemeindemitglied nachzueifern.

 

Weltmeister Kurt Hunsänger in Aktion bei seiner Kür.

 

 

 

Weltchronik 1967

  • Konrad Adenauer (Bild), deutscher Bundeskanzler von 1949 bis 1963, stirbt.
  • Schwere Unruhen in der Bundesrepublik und in West-Berlin anläßlich des Staatsbesuches Schah Reza Pahlewis.
  • Das Oberkommando der NATO zieht von Frankreich nach Belgien um.
  • Im Krieg zwischen Israel und den arabischen Ländern besetzt Israel innerhalb von sechs Tagen das Gebiet von der Sinai-Halbinsel bis zum Suez-Kanal. Der Kanal wird daraufhin für den Schiffsverkehr gesperrt. Präsident Nasser erklärt die Vernichtung Israels zum Kampfziel.
  • Christiaan Barnard (Bild) gelingt in Kapstadt die erste Herzverpflanzung.
  • König Konstantin II. verläßt nach einem Staatsstreich der Armee Griechenland.
  • Unbemannte Flugkörper der USA landen auf dem Mond und funken Bodenanalysen zur Erde.
  • + René Magritte, belgischer Surrealist, verstirbt.
  • + Jacob R. Oppenheimer, amerikanischer Physiker, verstirbt.
  • + Spencer Tracy, amerikanischer Schauspieler, verstirbt.

 

 

 

 

1968

 

Jagdschloß Windhof eingeäschert

 

In gebührendem Abstand verfolgen Schaulustige vom Braunfelser Weg aus
die Löscharbeiten am ehemaligen Jagdschloß.

 

Das ehemalige Jagdschloß Windhof in Weilburg - inzwischen Wohnheim für Studierende der Technikerschule - wurde am 12. Juli 1968 durch einen Großbrand teilweise zerstört. Gegen 14 Uhr zogen dicke Rauchwolken über den gesamten Windhof und legten sich auf Felder und Wiesen. Der Löschzug der Weilburger Feuerwehr war trotz der gerade laufenden Kirmes schnell zur Stelle.
Zu geringer Wasserdruck erschwerte zunächst das Löschen. Als es endlich “Wasser marsch” hieß, hatte sich das Feuer bereits im alten Holzwerk unter dem Schieferach über den ganzen Mittelteil ausgebreitet. Nach und nach stürzte der völlig verqualmte Dachstuhl zusammen. In fieberhafter Eile versuchten Helfer zu retten, was noch zu retten war. Utensilien, die zu einer Studentenbude gehörten, flogen in den Innenhof. Nach drei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
Die Brandursache blieb ungeklärt, jedoch vermuteten nicht wenige, daß enttäuschte Techniker, die Stunden vor Ausbruch des Brandes ihre Prüfungszeugnisse erhielten, sich rächen wollten.

 

Die munteren Straßensänger gingen für einen guten Zweck in Thalheim auf
die Straße und sammelten für den Kinderspielplatz.
Vorne mit dem Hut in der Hand Willi Becker, der Vorsitzende des
Verschönerungs- und Verkehrsvereins.

 

 

 

Weltchronik 1968

  • Heftige Studentenunruhen erschüttern Frankreich.
  • Aufgrund von amerikanisch-vietnamesischen Friedensgesprächen stellen die USA die Bombardierung Nordvietnams ein.
  • Richard Nixon gewinnt die Präsidentschaftswahl in den USA.
  • Truppen der UdSSR der DDR, Bulgariens, Polens und Ungarns beenden mit ihrem Einmarsch in die Tschechoslowakei den “Prager Frühling”, deren Bevölkerung passiven Widerstand leistet.
  • In den USA kommen bei Attentaten Senator Robert Kennedy (Bild1) und der farbige Bürgerrechtskämpfer Martin Luther King (Bild 2) ums Leben.

           (Bild 1)               (Bild 2)
  • In der Bundesrepublik Deutschland wird die Mehrwertsteuer eingeführt.
  • Der Assuan-Staudamm in Ägypten wird vollendet.
  • Siegfried Lenz schreibt seinen Roman “Deutschstunde”.
  • + Otto Hahn, deutscher Kernphysiker und Nobelpreisträger, verstirbt.
  • + Käthe Kruse, Puppenkünstlerin, verstirbt.

 

 

 

 

1969

 

Seeweiher - Stätte der Erholung

Zwischen Mengerskirchen und Waldernbach hat die Natur eine einmalig schöne Erholungsstätte geschaffen.
Zwischen dunklen Tannenwäldern und Wiesen liegt in gleicher Entfernung von beiden Orten der sagenumwobene Seeweiher, ob einfach “der Weiher im Westerwald” genannt. Der Sage nach wohnte einst auf dem Grund dieses Sees der Unkenkönig. Vom Frühjahr bis zum Herbst zieht es die Menschen von nah und fern immer wieder hierher. Petrijünger vom Oberwesterwald, von der Dill und der Lahn huldigen ihrem Sport bis zum Herbst. Das Abfischen durch den Fischerei-Sportverein Oberlahn ist für alle ein besonderes Ereignis.
Den ganzen Sommer über finden Freunde des Campings und Badefreudige hier ebenfalls einen idealen Ort. Von allen Seiten her können die geübten Schwimmer in den See hineinschwimmen; an einigen Stellen läßt es sich gemächlich hineingehen, und Anfänger und Kinder haben dort ihre Freude. Am Steg des Weihers laden wiegende Ruderboote zu einer lustigen Kahnfahrt ein.

Der Bootsverleih am Seeweiher lädt zu einer Kahnpartie ein.

Der Seeweiher wird vom Wasser des Vöhlerbaches gespeist, der sich oberhalb von Löhnberg mit dem Kallenbach vereinigt und mit ihm zusammen in die Lahn mündet. 1452 erbaute Graf Johann von Nassau-Beilstein einen Damm, der das Wasser staute. So konnte der Vöhlerbach auf seinem weiteren Lauf rund ein Dutzend Mühlen speisen. Einige dieser alten “Seemühlen” sind heute zu Gasthäusern und Pensionen umgebaut.

 

 

 

Weltchronik 1969

  • Willy Brandt bildet nach der Bundestagswahl eine Koalition von SPD und FDP und wird Bundeskanzler.
  • Die Bundesrepublik unterzeichnet den Atomsperrvertrag.
  • In Berlin wählt die Bundesversammlung Gustav Heinemann (SPD) zum Bundespräsidenten.
  • Oberst Gaddafi übernimmt nach einem Militärputsch die Macht in Libyen.
  • Grenzzwischenfälle zwischen der Volksrepublik China und der UdSSR am Ussuri.
  • Ende der Kulturrevolution in China.
  • Nach einem Fußballspiel bricht zwischen El Salvador und Honduras ein Krieg aus: über 1000 Tote.
  • Der Amerikaner Neil Armstrong betritt am 20. Juli als erster Mensch den Mond. Noch im gleichen Jahr landet die Raumfähre Apollo XII mit zwei Astronauten auf dem Mond (Bild)
  • + Ho Chi Minh, nordvietnamesischer Politiker, verstirbt.
  • + Dwight D. Eisenhower, ehemaliger US-Präsident, verstirbt.
  • + Claudius Dornier, deutscher Flugzeugbauer, verstirbt.

 

 

 

 

1970

 

Die letzte Fahrt auf der Grube Lindenberg

 

Die Belegschaft der Grube Lindenberg hat sich mit dem letzten Erzwagen vor
dem Stolleneingang versammelt.

Die erste Verleihung (amtliche Zueignung) des Grubenfeldes “Lindenberg” erfolgte am 14. Juli 1848 an den “Deutsch-Holländischen Actien-Verein”, der die Grube am 1. Juli 1872 an die Firma Friedrich Krupp in Essen verkaufte. Die Grube war erstmals von 1896 bis 1901 durchgehend in Betrieb, wurde aber wegen ungünstiger Abfuhrverhältnisse wieder geschlossen.
Bei Tiefbohrungen im Rahmen der “Vierjahresplan-Maßnahmen”der Reichsregierung wurden 1936 riesige Erzvorkommen mit hohem Eisengehalt entdeckt. Am 1. April 1941 wurde die Förderung auf Grube Lindenberg aufgenommen.
Nach einer Blütezeit in den fünfziger Jahren führte die Bevorzugung des preiswerten Auslandserzes zu Anfang der sechziger Jahre wegen des Absatzmangels zum großen Grubensterben. Rationalisierungsmaßnahmen verbesserten die Situation der heimischen Betriebe nur unwesentlich. Eine erneute radikale Preissenkung für inländisches Eisenerz Anfang 1969 zwang die Grubenverwaltung zur Reduzierung der Belegschaft auf 82 Bergleute. Das der Erlös weiter zurückging, wurde die Erzgrube - als letzte im Oberlahnkreis - am 30. Juni 1970 endgültig geschlossen, nachdem noch am 5. Februar des gleichen Jahres die zweimillionste Tonne Eisenerz gefördert worden war (diese befindet sich heute im Heimat- und Bergbaumuseum Weilburg).

 

 

Im Rahmen der Runkeler Kirmes findet auch immer eine Tierschau mit Prä-
mierung statt. Im Bild sieht man den Auftrieb der prachtvollen Kühe.

 

 

 

Weltchronik 1970

  • Willy Brandt trifft sich mit DDR-Ministerpräsident Stoph in Erfurt und Kassel (Bild).
  • Die “Ostverträge” mit der DDR und Polen werden unterzeichnet.
  • Nasser stirbt; Nachfolger wird Sadat als Präsident Ägyptens.
  • In Nordirland beginnen bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken.
  • Arbeiterunruhen in Polen: Gomulka wird gestürzt. Neuer Parteichef wird Edward Gierek.
  • Ein technischer Defekt zwingt das US-Raumschiff Apollo XIII zur vorzeitigen dramatischen Rückkehr zur Erde.
  • Alexander Solschenizyn (UdSSR) erhält den Literatur-Nobelpreis.
  • Brasilien siegt bei der IX. Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko.
  • + Charles de Gaulle, französischer Staatsmann, verstirbt.
  • + Heinrich Brüning, ehemaliger deutscher Reichskanzler, verstirbt.
  • + Nelly Sachs, deutsch-jüdische Lyrikerin, verstirbt.
  • + Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller, verstirbt.

 

 

 

 

1971

 

Hirschhausen: Keine Angst vor großen Tieren

In der Gemarkung des Weilburger Stadtteils Hirschhausen, in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Residenz, liegt der einst herrschaftlich Tiergarten, wo die Nassauer Grafen und Herzöge das Wild zum Abschuß für die erlauchten Gäste bereitstellten. Eine hohe Steinmauer umfaßt das rund einen Quadratkilometer große Gelände, in dessen Mitte früher auch ein Jagdpavillion stand. Bereits um 1590 holte Graf Albrecht von Nassau und Saarbrücken Damwild, die bis zum Ausbau des Tiergartens einzige Wildart, aus Breda in den Niederlanden in das Jagdrevier
Nach 1945 übernahm das Land Hessen das jahrzehntelang verwaiste Gelände. Die von Zoodirektor Professor Grzimek angeregte Errichtung eines afrikanischen Tierparks mit verschiedenen Wildarten, die von einer Kleinbahn aus beobachtet werden sollten, scheiterte aus finanziellen Gründen. Statt dessen begann die Forstverwaltung 1971 mit dem Aufbau eines modernen Wildparks, der die einheimischen Tierarten in möglichst natürlicher Umgebung zeigen soll.
Heute können die erholungssuchenden Gäste grunzende Schwarzkittel, kapitale Wisente und Auerochsen, Stein- und Muffelwild sowie Wildpferde, Wölfe und Luchse beobachten. Nach dem Spaziergang unter uralten Eichen lädt das “Hessenhaus” zum Verweilen ein.

 

Die Wildschweine in ihrem Gatter lassen sich gerne verwöhnen.

 

 

 

Weltchronik 1971

  • Walter Ulbricht erklärt seinen Rücktritt als Sekretär des ZK der SED in der DDR. Nachfolger wird Erich Honecker.
  • Insgesamt 2263 Streiks in Großbritannien.
  • Willy Brandt erhält den Friedensnobelpreis.
  • In der Schweiz erhalten Frauen Stimm- und Wahlrecht.
  • Ein US-Tischtennis-Team besucht die Volksrepublik China (Pingpong-Diplomatie).
  • Die amerikanische Raumsonde “Mariner 9” erfaßt fotografisch die gesamte Oberfläche des Mars.
  • Drei russische Kosmonauten ersticken in ihrer Kapsel.
  • + Paul Niehans, schweizer Arzt und Begründer der Frischzellen-Therapie, verstirbt.
  • + Louis Armstrong, Jazz-Trompeter (Bild), verstirbt.
  • Igor Strawinsky, russisch-amerikanischer Komponist, verstirbt.
  • Nikita Chruschtschow, sowjetischer Politiker, verstirbt.
  • Fernandel, französischer Schauspieler (Don Camillo und Pepone), verstirbt.

 

 

 

 

1972

 

Weilburgs gut’ Stubb in hellen Flammen

 

Schon nach kurzer Zeit schlugen meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl des Bürgerhauses.

Am 18. Oktober 1972 drohte die Weilburger Altstadt in Schutt und Asche zu versinken. Zwei Jungen kletterten in einen Dachraum des Bürgerhauses und zündeten sich Zigaretten an. Von den Wänden hängende Tapetenfetzen brachten sie auf die Idee, ein Feuerchen zu machen. Eine riesige Flamme loderte empor; das Feuer griff auf die alten Holzbalken über, und innerhalb weniger Minuten brannte der Dachstuhl lichterloh.
An diesem traurigen Tag in der Geschichte der Stadt fielen neben der “Alten Reitschule”, Nebengebäude des Schlosses, vier Wohnhäuser und Teile des Heimatmuseums den Flammen zum Opfer. Der Schaden belief sich auf über zehn Millionen Mark.
Zahlreiche Wehren aus dem ganzen Lahn-Dill-Gebiet verhinderten eine noch größere Katastrophe. Auch der Wind hatte ein Einsehen und drehte seine Richtung.
Schon wenige Tage nach dem Brand wurde die Entscheidung zum Wiederaufbau an gleicher Stelle gefällt. Das Land, Eigentümer der abgebrannten Gebäude, zeigte sich außerordentlich großzügig und stellte zehn Millionen Mark zur Verfügung.

 

Am Tag nach dem Brand bot der Bürgerhauskomplex ein Bild der Verwüstung.

 

 

 

Weltchronik 1972

  • Das Viermächteabkommen über West-Berlin zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich und der UdSSR tritt in Kraft.
  • Der Grundlagenvertrag über die Beziehung zwischen den beiden deutschen Staaten wird in Ost-Berlin unterzeichnet.
  • Das SALT-I-Abkommen wird unterzeichnet.
  • Großbritannien; irland und Dänemark treten der EWG bei.
  • US-Präsident Nixon besucht China und die Sowjetunion.
  • Heinrich Böll wird der Literatur-Nobelpreis verliehen.
  • XX. Olympische Sommerspiele in München (Bild) und Kiel. Olympische Winterspiele in Sapporo.
  • Arabische Terroristen überfallen im Münchener Olympischen Dorf israelische Sportler.
  • + Heinrich Lübke, deutscher Bundespräsident von 1959 bis 1969, verstirbt.
  • + Maurice Chevalier, fanzösischer Chansonnier, verstirbt.

 

 

 

 

1973

 

Solidarität mit dem Bischof

Im Herbst 1973 erregte ein Konflikt zwischen Bischof Kempf und dem Nuntius Corrado Bafile die Öffentlichkeit in ganz Deutschland. Ein vom Nuntius an Kardinalstaatssekretär Villot gerichteter Brief gelangte an die Presse. Der Brief enthielt gravierende Vorwürfe gegen die Amtsführung des Bischofs, und der Nuntius schlug wegen der im Herbst bevorstehenden Bischofskonferenz die sofortige Amtsenthebung Kempfs vor.
Nachdem Anfang Oktober der Brief veröffentlicht worden war, lagen am Sonntag, dem 7. Oktober, in vielen Gemeinden Unterschriftslisten zur Solidarisierung mit dem Bischof aus.
Bischof Kempf hielt sich völlig aus der Diskussion heraus und wollte nur gegenüber der obersten Kirchenleitung, an die der Brief gerichtet war, Stellung nehmen.
Die in dem Brief erhobenen Vorwürfe erwiesen sich als haltlos, und der Papst sprach Bischof Kempf bei einer Privataudienz am 17. November 1973 sein Vertrauen aus. Der persönliche Konfllikt mit Nuntius Bafile wurde Ende 1973 durch einen mit beiderseitigem Einverständnis in der Presse veröffentlichten Briefwechsel beigelegt.

Zu seinem 40jährigen Dienstjubiläum im Jahre 1971 wurde Landrat Schneider
(rechts) vom Landrat des Kreises Limburg, Heinz Wolf, beglückwünscht.

 

 

Winterfreuden auf dem Westerwald

Mengerskirchen bietet durch seine Höhenlage am Knoten (605 m) gute Voraussetzungen für den Wintersport. Weite Schneeflächen laden hier zu Abfahrten ein, selbst ein Skilift ist vorhanden. Romantisch verschneite Waldwege bieten genügend Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen. Besonders die Skilangläufer, deren Aktivitäten sich in den letzten Jahen zu einem regelrechten Volkssport entwickelt haben, kommen in diesem Skigebiet auf ihre Kosten. Sie finden hier zahlreiche Loipen aller Schwierigkeitsgrade vor.
Am 29. Oktober 1953 gründeten 24 Mitglieder den Ski-Club Limburg, der in wenigen Jahren bis auf 600 Mitglieder anwuchs. Im September 1955 erfolgte auf einem von der Gemeinde Mengerskirchen gepachteten Grundstück der Spatenstich für die Skihütte des Vereins, die bereits im Dezember fertiggestellt war. Wer die alte Hüttenromantik kennt und liebt, findet sie in dem behaglichen Domizil am Knoten bei geselligen Veranstaltungen, Wochenendfreizeiten und zum Ausklang von betriebsamen Skisonntagen.
Auch in Weilburg, Elz und Waldernbach bestehen Ski-Clubs, die sich um die Belange der Wintersportler kümmern.


 

Wie rege die heimischen Wintersport-
enthusiasten ihrem Hobby frönen, zeigt
das Bild vom Winter 1973.

 

 

 

Weltchronik 1973

  • Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR werden in die Vereinten Nationen aufgenommen.
  • In Deutschland herrscht an vier Sonntagen wegen des Ölboykotts der arabischen Staaten Fahrverbot. Die Preise für arabisches Erdöl verdoppeln sich (“Ölpreis-Schock”).
  • Ungarn und die Bundesrepublik Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf.
  • Der “Jom-Kippur”-Krieg zwischen Ägypten und Israel bricht aus.
  • Der Watergate-Skandal erschüttert Amerika: In das Hauptquartier der Demokratischen Partei während des Wahlkampfes, das Watergate-Hotel, wird eingebrochen.
  • Waffenstillstandsabkommen im Vietnam-Krieg: Die US-Truppen und ihre Verbündeten ziehen ab.
  • Breschnew besucht die USA.
  • Militärputsch in Chile; Sturz von Staatspräsident Allende. Dabei wird der bedeutendste Dichter des Landes, der linksgerichtete Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda, ermordet.
  • Henry Kissinger und der Vietnamese Le Duc Tho erhalten den Friedensnobelpreis. Le Duc Tho lehnt ihn ab.
  • + Willy Birgel, deutscher Schauspieler, verstirbt.
  • + Walter Ulbricht, zuletzt Staatsratsvorsitzender der DDR, verstirbt.
  • + David Ben Gurion, erster Ministerpräsident des neuen Israel, verstirbt.
  • + Pablo Picasso, spanischer Maler, verstirbt.
  • + Pearl S. Buck, amerikanische Schriftstellerin, verstirbt.

 

 

 

 

1974

 

Die Geburtsstunde des Großkreises

Der Zusammenschluß der beiden Landkreise Limburg und Oberlahn im Jahr 1974 war wohl der erheblichste Eingriff in gewachsene kommunale Strukturen im Raum zwischen Weilburg und Limburg, Mengerskirchen und Camberg. 1972 waren die Landräte vom Innenminister aufgefordert worden, Vorschläge für eine von der Landesregierung geplante Gebietsreform zu machen. In dieser Zeit standen Heinz Wolf und Alfred Schneider an der Spitze der beiden Nachbarkreise.
Die Geburtsstunde des neuen Kreises schlug am 1. Juli 1974, nachdem der auf freiwilliger Basis beschlossene Gebietsänderungsvertrag am 21. Mai vom Regierungspräsidenten genehmigt worden war. In den Übergangsbestimmungen war festgelegt worden, daß bis zur Neuwahl der Kreiskörperschaften und des neuen Landrats Staatsbeauftragte das Steuer in die Hand nehmen sollten. Staatsbeauftragter Landrat wurde Heinz Wolf (Limburg) und staatsbeauftragter Erster Kreisbeigeordneter Kurt Leuninger (Oberlahnkreis).
Neben den bereits genannten Persönlichkeiten zählten Dr. Ernst Loew (Weilmünster), Dr. Manfred Langer (Weilburg), Erich Meffert, Karl-Heinz Blättel und Wolfgang Ibel (alle Limburg), Heribert Reitz (Offheim), Hermann Bellinger und Berthold Weikert (beide Hadamar) zu den “Männern der ersten Stunde” dieses Großkreises.
Um die durch Abwanderungen des Pädagogischen Instituts und anderer Institutionen, wie auch durch den Niedergang des Bergbaus in den letzten Jahrzehnten arg gebeutelte ehemalige Kreisstadt Weilburg nicht noch mehr zu lädieren, wurde dort eine starke Außenstelle der Kreisverwaltung belassen, was in Hessen keineswegs selbstverständlich war und auch in anderen Kreisen nicht in diesem Maße praktiziert wurde.

Der Hessische Finanzminister Heribert Reitz (links) und der staatsbeauftragte Landrat
Kurt Leuninger vor dem neuen Weilburger Krankenhaus, das im Juni seinen Betrieb aufnahm.

 

 

Klarer CDU-Sieg

Im ersten Parlament des neugebildeten Großkreises Limburg-Weilburg verfügte die CDU über eine klare absolute Mehrheit. Sie gewann bei der Kommunalwahl am 27. Oktober 1974 39 von 71 Sitzen, während die anderen 32 Sitze an die SPD fielen. Die FDP schaffte den Sprung über die 5-Prozent-Hürde nicht. Die Christdemokraten profitierten offenbar von der hohen Wahlbeteiligung und verbesserten ihren Stimmenanteil gegenüber der Kreistagswahl 1972 in den ehemaligen Kreisen Limburg und Oberlahn von 45,1 auf 52,1 Prozent.

 

 

Unglück in der Kitzloch-Klamm

In der Kitzloch-Klamm im österreichischen Pinzgau spielte sich am 29. Juli 1974 eine Tragödie ab: Eine Mädchengruppe aus dem Kreis Limburg-Weilburg hatte sich für ein Erinnerungsfoto gemeinsam auf eine Holzbrücke gestellt - da geschah das Unfaßbare: Der Steg brach unter der Last zusammen, und die Mädchen stürzten in die Tiefe, in die reißende Rauriser Ache. Acht fanden dabei den Tod, sechzehn wurden verletzt.

 

 

 

Weltchronik 1974

  • Walter Scheel (FDP) wird zum vierten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (Bild: Bundesversammlung).
  • Günter Guillaume, Mitarbeiter von Bundeskanzler Brandt, wird als DDR-Spion entlarvt. Brandt tritt zurück, Helmut Schmidt wird sein Nachfolger.
  • Indien erprobt seine ersten Atomsprengkörper.
  • US-Präsident Nixon erklärt wegen der “Watergate-Affäre” seinen Rücktritt. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Gerald Ford.
  • Der französiche Staatspräsident George Pompidou stirbt nach schwerer Krankheit. Nachfolger wird Giscard d`Estaing.
  • Die Bundesrepublik Deutschland siegt bei der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land.
  • Hungerkatastrophe in Bangladesch mit über 200.000 Toten.
  • + Erich Kästner, deutscher Schriftteller, verstirbt.
  • + Charles Lindbergh, amerikanischer Flieger, verstirbt.

 

 

 

 

1975

 

Wechsel an der Kreisspitze

Der in der Domstadt an der Lahn geborene Heinz Wolf übernahm 1964 den Landratsposten im Kreis Limburg mit der Maßgabe, einen Musterkreis in Hessen aufzubauen. Seine Schwerpunkte waren: Gleiche und bessere Bildungschancen für Stadt und Land, Ausbau der Kreisstraßen und Aufbau von Sozialeinrichtungen. Zahlreiche Sportanlagen und -hallen wurden während seiner Amtszeit gebaut, was ihm den Namen “Sportlandrat” einbrachte. Die Krankenhäuser in Limburg und Hadamar wurden vollkommen modernisiert. Der allseits beliebte Landrat schied am 2. Februar 1975 nach fas 11jähriger Amtszeit aus, nachdem er noch wenige Monate dem Landkreis Limburg-Weilburg vorstand.
Seine Nachfolge trat am 3. Februar Georg Wuermeling an. Der aus Berlin stammende Jurist und Sohn des ehemaligen Bundesfamilienministers war zuletzt elf Jahre Stadtdirektor im westfälischen Werne.

Landrat Georg Wuermeling

 

 

Das Limburger St.-Vincenz-Krankenhaus wurde mit großem finanziellen Aufwand
auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im Bild der Operationssaal.

 

 

Die Weilburger Schloßkonzerte haben sich zu einem bedeutenden Musikfestival in der Bundesrepublik
Deutschland entwickelt. Besonderer Höhepunkt sind immer die Darbietungen unter freiem Himmel im Schloßhof.

 

 

Mehr Parkplätze für Limburg

Die Limburger Stadtverordneten stimmten der Einrichtung einer zweiten Tiefgarage und Außengestaltung des Verwaltungs- und Kulturzentrums mit einem Kostenaufwand von 2,5 Millionen Mark zu. Auf 7800 Kubikmeter umbauten Raum sollen 114 Abstellplätze entstehen, zu denen die Ein- und Ausfahrt über je eine Rampe für jedes Geschoß erfolgen wird.
Die Rampen, deren Neigung 15 Prozent betragen werden, können auch mit Gegenverkehr befahren werden. Die Überbauung im Bereich der Rampen ist ohne Schwierigkeiten möglich und gewährleistet eine günstige Fußgängeranbindung von der Diezer Straße zum Rathaus. Bedingt durch Lage und Zuschnitt des Grundstücks, sind die Kosten pro Einstellplatz mit 27500 Mark jedoch relativ hoch.

 

 

Heißer Draht nach Singapur

Wer in Singapur eine Freundin, Geschäftspartner oder Verwandte hat und mit ihnen telefonieren will, braucht jetzt das Fernamt nicht mehr zu bemühen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Direktwahl aus vielen Ortsnetzen des Landkreises Limburg-Weilburg nach Singapur macht dies möglich. Es ist allerdings ein teures Vergnügen. Ein Ein-Minuten-Gespräch kostet über 13 DM.

 

 

 

Weltchronik 1975

  • Kubanische Truppen intervenieren in Angola.
  • Berliner CDU-Politiker Peter Lorenz entführt.
  • Der Suez-Kanal wird nach achtjähriger Schließung für die Schiffahrt wieder freigegeben.
  • In Niedersachsen brechen die größten Waldbrände seit Bestehen der Bundesrepublik aus.
  • Bisher älteste Menschenfunde in der südafrikanischen Oldoway-Schlucht sind 3,75 Millionen Jahre alt.
  • Giselher Klebes Oper “Ein wahrer Held” wird mit großen Erfolg in Zürich aufgeführt.
  • Gustav Husák neuer Staatspräsident der CSSR.
  • Mosambik als Volksrepublik unabhängig.
  • Eröffnung der Tauernautobahn-Scheitelstrecke.
  • OPEC-Minister in Wien als Geiseln genommen.
  • Krieg in Vietnam beendet.
  • Der Deutsche Bundestag verabschiedet ein Gesetz, das Extemisten vom öffentlichen Dienst ausschließt.
  • Die Schlußakte der KSZE-Konferenz wird von 35 Staats-, Partei- und Regierungschefs aus Europa und Nordamerika unterzeichnet.
  • Zwei Sonden der UdSSR gelingt es, weich auf der Venus zu landen.
  • Prinz Juan Carlos wird nach dem Tode des spanischen Diktators Franco König von Spanien.
  • Beginn des Baader-Meinhof-Prozesses
  • In Kambodscha übernehmen die Roten Khmer die Macht.
  • Gemeinsames sowjetisch-amerikanisches Weltraummanöver: Die beiden Raumkapseln “Sojus 19” und “Apollo 18” koppeln aneinander an (Bild).
  • + Haile Selassie, ehemaliger äthiopischer Kaiser, verstirbt.
  • + Josephine Baker, amerikanische Tänzerin und Sängerin, verstirbt.
  • + Tschiang Kaischek, Staaspräsident von Nationalchina, verstirbt.
  • + Scheich Mujibur Rahman, Staatschef von Bangladesch, wird hingerichtet.
  • + Avery Brundage, akmerikanischer IOC-Präsident, verstirbt.
  • + Thornton Wilder, amerikanischer Dramatiker, verstirbt.

 

 

 

 

1976

 

Star für einen Tag

Die Fernsehproduktion “Der Winter, der ein Sommer war”, rief einige Weilburger auf den Plan, sich als Komparse zu versuchen. Benötigt wurden noch einige Kammerdiener, Offiziere und Lakaien. Daß man auch als Komparse gewisse Bedingungen erfüllen muß, mußten diejenigen erkennen, die wieder nach Hause geschickt wurden.
Nach der Vorauswahl ging’s zur Kostümprobe. Heiterkeit verbreitete sich bisweilen ob des historischen Kostüms. Hatte man etwas Passendes gefunden, war die “Maske” an der Reihe. Hier wurden die Perücken auf den unterschiedlichsten Köpfen angepaßt. War diese Tortur vorüber, hatte man frei bis zum Drehtag.
Nach der Einkleidung und dem Durchlaufen der Maske ging’s dann los. Die Regieanweisungen fruchteten zunächst kaum. Zu unbeholfen bewegte man sich auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten. War der Regisseur mit der Einstellung zufrieden, so kamen die Hauptdarsteller hinzu, und es erfolgte nach mehreren Versuchen die “heiße Probe”. Hatte alles die Zustimmung des Regisseurs gefunden, fiel endlich die erste Klappe.
Alle waren froh, als schließlich nach stundenlangen Vorbereitungen die kurze Szene “im Kasten” war.

Vor dem Weilbuger Schloß, im Film die Landgrafen-Residenz, unterhalten sich in einer Drehpause Günther Strack (links), Pinkas Braun (zweiter von rechts) und Klaus Höhne (rechts).

 

 

Bürgergarde bot Panzern Paroli

Für einen Tag glich die Weilburger Innenstadt einer Festung, denn Preußens Gloria, verstärkt durch Nassauer Tradition, dominierte in der ehemaligen Residenz. Durch die schmalen Gassen drängten sich zwei Kampfpanzer.
Auf dem Schloßplatz hatte die Bürgerwehr hinter zwei alten Kanonen Aufstellung genommen und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Die beiden “Leos” hatten die Aufgabe, das Schloß einzunehmen. Die Bürgergarde hatte ihnen offensichtlich Respekt eingeflößt, denn die Soldaten hißten die weiße Fahne. Bevor es richtig losging, war die “Schlacht” auch schon vorbei.
Nach 30 Jahren hatte Weilburg - vom 18. Jahrhundert bis 1945 (Fahnenjunkerschule) selbst Garnisonsstadt - wieder einmal Soldaten in seinen Mauern. Den ganzen Tag über wurde den Bürgern Einblick in den Aufgabenbereich des modernen Soldaten gegeben. Höhepunkt war am Abend das feierliche Gelöbnis von etwa 350 Soldaten.

Die Soldaten sind auf dem Marktplatz angetreten.

 

Auf dem Blasiusberg bei Frickhofen, liegt von hohen Bäumen eingerahmt,
die Blasiuskapelle, die am 11. September 1870 eingeweiht worden war.

 

Das Bild zeigt eine herrlich winterliche Impression der Blasiuskapelle

 

 

 

Weltchronik 1976

  • Staatsstreich in Argentinien, Militärjunta übernimmt Regierung.
  • Die Außenminister der EG-Staaten vereinbaren für 1978 die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament.
  • Vietnam wird als “Sozialistische Republik” wiedervereinigt.
  • Durch das neue Mitbestimmungsgesetz werden die Aufsichtsräte in bundesdeutschen Unternehmen, die mehr als 2000 Arbeitnehmer beschäftigen, paritätisch besetzt.
  • Gottfried Freiheff von Cramm, deutscher Tennisspieler von internationalem Rang, stirbt bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Alexandria (Ägypten).
  • König Karl XVI. Gustav von Schweden heiratet die deutschstämmige Silvia Sommerlath.
  • Orkankatastrophe in Westeuropa.
  • Europa erlebt die bisher längste Hitzeperiode des 20. Jahrhunderts.
  • Schwere Erdbeben fordern in China etwa 500.000 Menschenleben.
  • Auf dem Flugplatz von Entebbe in Uganda befreien israelische Soldaten über 100 Geiseln aus der Gewalt von Terroristen.
  • Durch Giftwolken werden die Orte Seveso und Manfredonia verseucht und weitgehend unbewohnbar gemacht.
  • XII. Olympische Winterspiele in Innsbruck, XXI. Olympische Sommerspiele in Montreal.
  • In den USA wird der demokratische Kandidat Jimmy Carter (linkes Bild) zum Präsidenten gewählt.
  • Erdbeben in Guatemala fordert 20.000 Opfer.
  • Seilbahnunglück bei Cavalese (Dolomiten), 41 Tote.
  • Bundesrepublik Deutschland für 2 Jahre in den Weltsicherheitsrat gewählt
  • Politische Parteien in Spanien wieder zugelassen.
  • Prinz Bernhard der Niederlande legt nach Lockheed-Skandal seine Ämter nieder.
  • Türkische Boeing 727 prallt gegen einen Berg; 142 Opfer.
  • Wiedervereinigung Vietnams proklamiert.
  • + Agatha Christie, englische Kriminalautorin, verstirbt.
  • + Alexander Calder, amerikanischer Bildhauer, verstirbt.
  • + Werner Marck, Erbauer des Berliner Olympia-Stadions, verstirbt.
  • + Werner Heistenberg, deutscher Physiker, verstirbt.
  • + Gustav Heinemann, deutscher Bundespräsident von 1969 bis 1974, verstirbt.
  • + Mao Tse-tung (rechtes Bild), chinesischer Staatsmann, verstirbt..
  • + Tschou En-lai, chinesischer Ministerpräsident, verstirbt.

 

 

 

 

1977

 

Bistum Limburg:

Weg in die Freiheit des Glaubens

 

Das Bistum Limburg feierte am 23. November 1977 sein 150jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum des relativ jungen bischöflichen Verwaltungsbezirks fiel in eine konfliktgeladene Zeit nach jahrelangen Strukturdebatten, an deren Ende unter anderem die Verabschiedung einer neuen Synodalordnung stand.
Die Geschichte des Bistums Limburg ist geprägt von Aufbauarbeit, Konflikten zwischen Kirche und Staat, von Erfolgen und Mißerfolgen, Reformen und neuen Aufbrüchen. Die Gründung des Kreises Limburg im Jahre 1886 fiel in die Zeit des vom 1871 bis 1889 dauernden Kulturkampfes, der an den Festen der katholischen Kirche rüttelte wie keine andere Auseinandersetzung im 19. Jahrhundert. Der Kampf der preußischen Kirche schlug auch im Bistum Limburg Wunden und war begleitet von Klosteraufhebungen, den Folgen der einschneidenden “Maigesetze” von 1873.
Rund 150 Jahre nach seiner Gründung stand das Bistum Limburg im Zeichen der Erprobung und Weiterentwicklung der neuen Synodalordnung und der durch sie geforderten Strukturreformen, wozu auch die Bildung der Pfarrgemeinderäte und ein neu entworfenes Statut des Bischöflichen Ordinariats - ein “Limburger Modell” - zählten.
Der gemeinsame Weg des aus Staatsräson entworfenen Bistums Limburg führte im 19. Jahrhundert aus den Fessel der Staatsprotektion und Staatsbevormundung in die kirchliche Eigenverantwortung. Sie bedeutete damals Alleinzuständigkeit der Hierarchie für den innerkirchlichen Bereich, aber auch schon Durchbrechung einer vorher rein von oben verwalteten Kirche.
So stand auch beim Jubiläum die Zukunftsperspektive im Raum, daß das kirchliche Leben in der Diözese nicht allein und primär von den Entscheidungen abhänge, die an der Spitze getroffen werden, sondern mehr davon, wie stark der Glaube in den Gemeinden lebendig gehalten wird.

 

Landrat Georg Wuermeling (Mitte) kann sich auf seine beiden Stellvertreter
verlassen. Eberhard Kiefer (rechts), der am 25. Juni 1981 allzufrüh verstarb,
war seit 14. Juli 1977 Erster Kreisbeigeordneter. Dr. Ernst Loew bekleidete
das Amt des Beigeordneten von 1974 bis 30. November 1982.

 

 

Die sogenannten Tante-Emma-Läden sterben langsam aus. Hier sieht man
Helene Michel in ihrem Geschäft in Elz.

 

 

Neues Haus am alten Platz

Am 4. Februar wurde das 1972 abgebrannte Bürgerhaus als Stadthalle “Alte Reitschule” in Anwesenheit einer illustren Schar von Ehrengästen eingeweiht. Bei einem “Tag der offenen Tür” pilgerten Tausende von Bürgern durch das außen historisch erhaltene, innen hochmoderne Gebäude. Im gleichen Jahr konnten auch die Limburger die Einweihung ihrer Stadthalle feiern.

Zu einem Staatsbesuch weilte 1977 Großherzog Jean von Luxemburg (zweiter von rechts, von vorn) mit seiner Gattin in Weilburg. Bei einem Bummel durch die alte Residenzstadt begleitete ihn: Landrat Georg Wuermeling (links), Finanzminister Heribert Reitz (dritter von links), Bürgergardenhauptmann Arthur Schmidt (zweiter von rechts) und Bürgermeister Bodo Abt (rechts).

 

 

Wie in alten Zeiten

Für 14 Tage im August beherrschte das Fernsehen wieder einmal das Geschehen in Weilburg. Für den Film “Ein Tag im Weilburger Schloß” wurden viele Weilburger in historische Kostüme gesteckt.

 

 

 

Limburg international

Millionen Fernsehzuschauer lernten im Sommer die Domstadt kennen, als das “Säcker-Team” im Wettbewerb “Spiel ohne Grenzen” antrat. Die Limburger kämpften jedoch etwas glücklos und schieden in einer internationalen Runde in den Niederlanden aus.

 

 

 

Weltchronik 1977

  • Erdbeben in Rumänien (13870 Tote).
  • Flugzeugkatastrophe auf Teneriffa (575 Opfer).
  • Breschenew ist nach dem Rücktritt Podgornys nun Partei-, Armee- und Staatschef der UdSSR.
  • Auf dem Rücken einer Boing 747 unternimmt die US-Raumfähre “Space Shuttle” ihren Jungfernflug.
  • Königin Elisabeth II. von Großbritannien feiert ihr silbernes Kronjubiläum.
  • Ein totaler Stromausfall in New York legt für 24 Stunden die gesamte Stadt lahm. In dieser Zeit nimmt die Polizei Menschen wegen Plünderung fest.
  • Beginn des Friedensdialogs zwischen Israel und Ägypten.
  • Wahlniederlage von Indira Gandhi in Indien. Neuer Ministerpräsident wird Moraji Desai.
  • GSG-9-Einsatzkommando befreit Geiseln aus einer Lufthansa-Maschine auf dem Flugplatz von Mogadischu (Somalia). Siehe Bild. Gratulation durch Bundeskanzler Helmut Schmidt.

  • Terroristen ermorden Generalbundesanwalt Buback und Bankchef Ponto. Arbeitgeberpräsident Schleiyer wird entführt und ermordet.
  • Menachem Begin gewinnt die Parlamentswahlen in Israel.
  • Belgien feiert den 400. Geburtstag des Malers Peter Paul Rubens (siehe Bild: Selbstporträt Rubens’ auf dem Mantuaner Freundschaftsbild”).)



  • + Charlie Chaplin (Bild), englischer Schauspieler und Regisseur, verstirbt.
  • + Ludwig Erhard, Begründer der Sozialen Marktwirtschaft, verstirbt.
  • + Wernher von Braun, Raumfahrtforscher und Raketenkonstrukteur, verstirbt.
  • + Maria Callas, Sängerin, verstirbt.
  • + Peter Altmeier, Mitbegründer der CDU, verstirbt.

 

 

 

 

1978

 

Neue Brücke über die Lahn in Runkel

 

Etwa 450 Jahre bevor unterhalb des Runkeler Campingplatzes die neue Lahnbrücke gebaut wurde, gab es einen regelrechten “Brückenkrieg” um die alte Brücke, die Runkel mit Schadeck verbindet. Die Herren von Schadeck widersetzten sich mit Graf Reinhard von Westerburg zunächst erfolgreich dem Brückenbau; letztendlich wurde sie doch gebaut.
Die neue Brücke hingegen wurde von allen Seiten gewünscht und als notwendig erachtet, bringt sie doch eine wesentliche Entlastung für den Ortskern. Täglich quälten sich die Fahrzeuge durch die engen Gassen der Altstadt zum Nadelöhr der alten Brücke, wo jeder Autofahrer die Luft anhielt, wenn ihm ein Artgenosse entgegenkam.
Trotz grimmiger Kälte hatten sich zur Einweihung der neuen Brücke zahlreiche Bürger eingefunden. Sogar der Nikolaus kam mit einer Kutzsche und überbrachte ein mehrere Kilo schweres Beschwerdebuch für das Runkeler Stadtarchiv, dessen letztes Kapitel in den vergangenen Tagen abgeschlossen wurde.


Soeben ist die neue Brücke dem Verkehr übergeben worden. Bürgermeister
Herbert Klos (dritter von links, mit Brille) erwartet die Übergabe eines Be-
schwerdebuches durch den Nikolaus.

 

 

 

Blick auf die Pfarrkirche Langendernbach.

 

 

 

Am 9. September, dem Kirmessamstag, wurde in Villmar das Erdgaszeitalter
eingeläutet. Mehrere hundert Menschen hatten sich in der Abenddämmerung
auf dem Rathausvorplatz eingefunden. Während ein Mitarbeiter der MKW den
Gashahn aufdrehte, entzündete Bürgermeister Hubert Aumüller die Flamme in
der Feuerschale und nahm die Erdgasversorgung offiziell in Betrieb.

 

 

 

Neu im Landtag

 

Zwei neue Landtagsabgeordnete vertreten den Weilburger Raum in Wiesbaden: Bei der Landtagswahl am 8. Oktober gewann zwar der SPD-Kandidat Gerhard Dann (für Jürgen Klocksin) das Direktmandat, doch auch sein CDU-Konkurrent Karlheinz Weimar (für Dr. Ernst Loew) zog dank eines sicheren Listenplatzes in das Landesparlament ein.

 

 

 

Altstadtfeste

 

Weilburg feierte Ende Mai sein erstes Altstadtfest, und es wurde gleich ein riesiger Erfolg. Mehrere tausend Menschen vergnügten sich auf dem Marktplatz und in der Neugasse. Das Rote Kreuz gab Essen aus der Gulaschkanone aus. Auch in Runkel wurde erstmals ein Altstadtfest veranstaltet.

 

 

Die Lubentiuskirche in Dietkirchen
steht auf einem schroffen Felsen über
dem Lahntal.

 

 

 

Spiel ohne Grenzen

 

Beim “Spiel ohne Grenzen” war auch eine Weilburger Mannschaft beteiligt. Bei der Generalprobe jubelten sie noch, doch als es ernst wurde, patzten einige Weilburger, und es wurde nichts aus der erhofften Auslandsreise. “1 : 0 für meine Stadt” lief dagegen besser: Erst in der dritten Runde kam das Aus.

 

 

Weltchronik

  • In Camp David beginnen die Verhandlungen über eine Nahostfriedenslösung.
  • Bundestag verabschiedet Antiterrorgesetze.
  • Die Europäische Gemeinschaft schließt ein Handelsabkommen mit der Volksrepublik China.
  • Bei der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land siegt die Nationalelf von Argentinien.
  • Sadat und Begin erhalten den Friedensnobelpreis.
  • Breschnew besucht die Bundesrepublik.
  • Den Amerikanern Abruzzo, Anderson und Newman gelingt in sechs Tagen die Atlantiküberquerung mit einem Ballon (linkes Bild).
  • Drei-Päpste-Jahr: Im August stirbt der 81jährige Paul VI. Der neugewählte Papst Johannes Paul I. (rechtes Bild) stirbt sechs Wochen nach seiner Wahl an Herzversagen. Nachfolger wird, als erster nicht-italienischer Papst seit über 400 Jahren, der Pole Karol Wojtyla als Johannes Paul II.
  • Aldo Moro, italienischer Politiker, wird entführt und  ermordet.
  • DDR-Regierung schließt Ostberliner “Spiegel”-Büro.
  • Die Explosion eines Propantankwagens auf einem Campingplatz bei Los Alfagues (Spanien) fordert fast 200 Tote.
  • In Guyana begehen über 400 Angehörige einer Sekte Selbstmord.
  • In England erblickt das erste Retorten-Baby das Licht der Welt.
  • Schneechaos in Norddeutschland.
  • US-Präsident Carter verschiebt Entscheidung über Einführung der Neutronenwaffe.
  • Irans Ministerpräsident Jaafar Sharif Emami tritt nach schweren Unruhen zurück.
  • Englische Königin Elisabeth II. in der BR-Deutschland.
  • Namibia-Politiker Clemens Kapuuos in Windhuk erschossen.
  • Schweres Erdbeben im Iran: über 20000 Opfer.
  • Bundeskanzler Schmidt bildet nach Rücktritt von Verteidigungsminister Leber sein Kabinett um.
  • + Lucius D. Clay, ehemaliger US-Militärgouverneur in Deutschland, verstirbt.
  • + Golda Meir, israelische Politikerin, verstirbt.
  • + Jomo Kenyatta, Staatspräsident von Kenia, verstirbt.
  • + Houari Boumedienne, algerischer Präsident und Parteichef, verstirbt.

 

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